Jul
4
2010
Bei jeder Fußball-Weltmeisterschaft wird auch gezockt. So auch beim Viertelfinalspiel unserer Deutschen gegen Argentinien. In der Familie tippten natürlich alle auf unsere Jungs, wenn es meistens auch knappe Ergebnisse sein sollten. Selbst Alexander war mit von der Partie und hatte aus seinem Fehler, gegen die DFB-Elf zu wetten, gelernt.
Tante Hara: “Gewinnt Deutschland?”
Alexander: “Jaa!”
Tante Hara: “Wieviele Tore schießen wir?”
Alexander: “Vier!”
Tante Hara: “Und Argentinien?”
Alexander: “Keins.”
Jackpot! Anfangs noch belächelt, drückten wir dem Zwergenmann nach dem 3:0 alle die Daumen. Der Fußballexpertennachwuchs warf abends stolz seinen Gewinn in die Spardose.
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Mai
2
2010
Eine Katze auf dem Dach sieht man heute nicht mehr alle Tage. Doch wir saßen in der Küche beim Essen und Alexander wedelt plötzlich wild mit dem Arm und zeigt dabei aus dem Fenster: “Da! Katze!”
Mama und Papa verdrehten nur die Augen, wo das Kind wieder überall Katzen sehen würde. Doch der kleine Mann blieb hartnäckig: “Mamaaa! Papaaa! Da, Katze!”
Mama guckte also aus dem Fenster und sagte, sie sehe nichts. Papa tat es ihr gleich, und tatsächlich, dort war eine Katze: “Du Schatz, da ist wirklich eine Katze aufm Dach.”
Alexander war zufrieden nachdem wir ein Foto von Kater Karlsson gemacht hatten. Seit dem guckt er immer wieder, ob sie nicht wieder kommt – hin und wieder hat er Glück.
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Apr
20
2010
Alexander war heute beim Haareschneiden. Anfangs wollte er sich von seiner Hairstylistin Karina nicht die Zotteln abschneiden lassen, sonder fing stattdessen an zu weinen.
Doch nachdem sich Papa erst die Haare schneiden ließ und er von seiner Friseuse mit Gummibärchen bestochen worden war, klappt es auch mit dem Schneiden.
Anschließend kam noch Gel und etwas Farbe in die Haare – große Jungs machen das halt so. Alexander entschied sich für grün.
Eine echt coole Socke eben.
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Okt
8
2009
Gestern Nacht hat es hier ganz schön gescheppert. Es blitze und donnerte mit starken Regenfällen. Während ich in der Küche saß und das Gewitter über uns hinweg zog, wurde Alexander vom Donner wach, als das Unwetter unmittelbar über uns war.
Ich bin zu ihm rein, da er offensichtlich Angst hatte. Auf meinem Arm angekommen, war auch alles nicht mehr so schlimm, stattdessen gewann die Neugier die Oberhand: “Gucka!”
Wir trotteten also zum Wohnzimmerfenster und schauten uns das Spektakel vom Fenster aus an. Der kleine Zwergenmann war absolut fasziniert von dem Detter, schmiss sich mir jedoch jedes Mal, wenn es krachte, um den Hals.

Schließlich schleuderten die Wolken etwas weniger Nass an unsere Scheiben und es schien ruhiger zu werden, so dass ich Alexander wieder ins Bett zu bringen gedachte. Der wollte natürlich nicht, sondern klammerte sich an mich. Während wir bereits im Kinderzimmer standen, das nur durch das Küchenlicht beleuchteten wurde, erklärte ich ihm, das Gewitter sei nicht weiter schlimm, ihm könne nichts passieren. Ich hatte den Satz gerade beendet, da standen wir auch schon im Dunkeln.
Direkt sagte ich Alexander, es sei nicht weiter schlimm, wahrscheinlich seien nur die Sicherungen rausgeflogen. Am Sicherungskasten angelangt, mussten wir jedoch feststellen, dass alles in Ordnung war mit den Sicherungen. Ein Blick aus dem Fenster bestätigte dann die Vermutung eines Stromausfalls – in der ganzen Straße war es stockduster.
Am heutigen Tage konnte man dann in den Medien nachlesen, dass der Stromausfall durch einen Blitzeinschlag in einem Trafo in Bedingrade bedingt war. Danke für den spannenden Abend.
Foto: Albrecht E. Arnold
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Sep
18
2009
Unser kleiner Zwergenmann hatte sich im Urlaub eine neue Marotte angeeignet. Alles begann damit, dass er beim Abendessen stetig kund tat, er wolle zum Puel.
Kathrin erklärte ihm, dass es nicht ginge, da die Sonne gleich in die Heia gehen würde. Das wäre zwar sehr schade, aber dafür käme gleich der Mond und morgen könne man wieder zum Pool gehen.
Alexander hörte aufmerksam zu und sagte mit viel bedauern: “Daade!”
S
o war ein abendliches Ritual geboren. Von da an zeigte Alexander jeden Abend aus dem Fenster im Speisesaal zur untergehenden Sonne und ließ ein inbrünstiges Dade entweichen, oft auch mehrfach. Kamen wir dann wieder nach draußen, zeigte er voller Begeisterung auf den aufgehenden Mond und rief “Moe!”, dann drehte er sich wieder zur sinkenden Sonne und sagte wieder “Daaade.”.
Das war einfach zu schön.
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